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Pauschalierte Gewinnermittlung bei Vermietung von Ausstellungsflächen

Werbeleistung im Zusammenhang mit Zweckbetrieb

Im März hatte das Finanzgericht (FG) Münster entschieden, dass die Vermietung von Standflächen an Sponsoren im Rahmen von Kongressveranstaltungen pauschal besteuert werden kann. Der Gewinn kann danach pauschal mit 15% der Mieteinnahmen angesetzt werden, wenn die Werbeleistungen der gemeinnützigen Körperschaft im Zusammenhang mit einem Zweckbetrieb erbracht werden.

Grundsatzentscheidung des BFH erwartet

Während die Revision noch beim Bundesfinanzhof (BFH) anhängig ist (Az. I R 27/17), hat sich das FG Düsseldorf dieser Auffassung bereits angeschlossen. In seinem Urteil folgt es dem FG Münster: Die betreffenden Sponsoringzahlungen seien zwar in einem steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb angefallen, könnten wegen § 64 Abs. 6 Nr. 1 AO aber pauschal versteuert werden.

Auch Umsatzsteuerrecht beachten

Auch das Urteil des FG Düsseldorf liegt zur (Revisions-)Entscheidung beim BFH (Az. I R 64/17). Es ist daher eine Grundlagenentscheidung zu erwarten, die für viele gemeinnützige Körperschaften mit entsprechenden Einnahmen große Bedeutung erlangen wird. Neben der ertragsteuerlichen Frage der (pauschalen) Gewinnermittlung von Werbeeinnahmen sollten gemeinnützige Organisationen aber übrigens nicht das Umsatzsteuerrecht aus dem Blick verlieren: Werbeleistungen im Rahmen eines steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs „Vermietung von Ausstellungsflächen“ begründen stets einen Leistungsaustausch mit dem Unternehmen und sind mit dem Regelsteuersatz von 19% zu besteuern.

Unsere erfahrenen Anwälte beraten Sie gerne umfassend zur Besteuerung gemeinnütziger Organisationen.

FG Düsseldorf, Urteil vom 05.09.2017, Az. 6 K 2010/16 K,G

Weiterlesen:
Gewinnpauschalierung bei Sponsoring auch für Messestände
Umfassende rechtliche und steuerrechtliche Beratung für Ihre gemeinnützige Organisation

Anka Hakert

Anka Hakert

Rechtsanwältin Anka Hakert ist für unsere Mandanten vor allem im Nonprofitrecht und Stiftungsrecht und in den Bereichen kryptographische Währungen und Blockchain tätig. Bereits seit 2013 ist sie mit steuerlichen Fragestellungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen befasst und berät neben privaten Investoren auch Unternehmen, insbesondere zur Besteuerung des Mining und sog. ICOs (Initial Coin Offerings).

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