Mitspracherecht in der Blockchain: Delegated Proof of Stake auch für Unternehmen interessant

Die vom anonymen Entwickler Satoshi Nakamoto geschaffene Blockchain-Technologie basiert auf der Idee, eine dezentralisierte Datenbank zu schaffen, mit deren Hilfe die Transaktion von Werten abgewickelt werden kann.

Im Gegensatz zum Geldsystem der Zentralbanken braucht das von Satoshi entwickelte System „Bitcoin“ keine zentrale oder vertrauenswürdige Instanz, um Geld zu überweisen und zu speichern. Stattdessen setzt Bitcoin auf die Beteiligung anonymer „Miner“. Diese müssen durch Einsatz von Rechenkraft mathematische Rätsel lösen und dadurch Blöcke finden, welche die Transaktionen bestätigen. Hierfür erhält der Miner, der das jeweilige Rätsel als erstes löst, eine Entlohnung in Bitcoin.

Repräsentative Demokratie auf der Blockchain

Da das Mining enorme Investitionen in Hardware und Strom nötig macht, haben andere Kryptowährungen neben Bitcoin begonnen, weitere Technologien zu implementieren, um ihre Blockchain anzutreiben. Hierzu gehört auch das „Delegated Proof of Stake“.

Dabei wählt das Netzwerk sogenannte Delegierte. Die Wahl ist demokratisch. Jedoch hat nicht jeder Blockchain-Teilnehmer eine Stimme, sondern meist viel mehr. Jeder Teilnehmer des Netzwerks hat so viele Stimmen, wie er Einheiten der entsprechenden Kryptowährung besitzt. Wer demnach viele Einheiten besitzt, hat ein größeres Mitspracherecht als andere mit weniger Einheiten.

Delegierte erhalten Belohnung

Die so gewählten Delegierten übernehmen dann die Aufgabe der Miner, indem sie Blöcke und Transaktionen bestätigen. Die hierfür notwendige Hardware muss stabil und schnell genug sein. Die Anforderungen sind aber bei weitem nicht so hoch wie beim klassischen Mining.

Die Delegierten erhalten für ihren Einsatz wiederum eine Belohnung in der jeweiligen Kryptowährung. Im Gegensatz zu den Minern müssen die Delegierten hiervon jedoch einen Teil an ihre Wähler abgeben – je nachdem, wie viel sie ihnen vor der Wahl versprochen haben.

Unternehmen sollten frühzeitig Erfahrung sammeln und Technologie mitgestalten

Im Gegensatz zum Mining benötigt das Delegated Proof of Stake also zumeist kein großes Anfangsinvestment. Es gilt lediglich, genügend Stimmen für die eigene Kandidatur zu finden, um die lukrative Stellung eines Delegierten zu erreichen.

Für Unternehmen bietet sich hierdurch die Möglichkeit, Erfahrungen in der Zukunftstechnologie Blockchain zu sammeln und gleichzeitig Einfluss auf ihre Entwicklung zu nehmen. Die unvermeidbare Digitalisierung kann so ganz praktisch gelebt und erfahren werden. Gerne unterstützen wir Sie in rechtlicher und praktischer Hinsicht dabei, an einem Delegated-Proof-of-Stake-Verfahren teilzunehmen.

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Porträt vom Autor

Benjamin Kirschbaum

Rechtsanwalt Benjamin Kirschbaum ist vor allem in den Bereichen Blockchain und Kryptowährungen sowie im allgemeinen Zivilrecht, Gemeinnützigkeitsrecht, Verwaltungsrecht und Kirchenrecht/Religionsrecht tätig.

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