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Was ist die Verwaltungskostenquote?

Verwaltungskostenquote?

Was ist die Verwaltungskostenquote?

Gemeinnützige Organisationen unterliegen den Geboten der Unmittelbarkeit, Selbstlosigkeit und Ausschließlichkeit der Verfolgung steuerbegünstigter Zwecke. Insbesondere das Selbstlosigkeitsgebot verlangt dabei, dass steuerbegünstigt eingeworbene Mittel überwiegend für die als gemeinnützig anerkannten Zwecke verwendet werden – und nicht etwa den eigenen Verwaltungskosten zum Opfer fallen. Nonprofit-Organisationen sind damit zum effizienten Einsatz ihrer Mittel gezwungen, denn bei einem Verstoß gegen das Selbstlosigkeitsgebot droht die Aberkennung der Gemeinnützigkeit.

Verwaltungskostenquote als Maßstab

Als Maßstab für die Effizienz des Mitteleinsatzes gilt die sog. Verwaltungskostenquote – das Verhältnis von allgemeinen Kosten der Organisationsverwaltung (z.B. für die laufende Buchführung, Angestellte, Büromaterial) zu unmittelbar mit der Zweckverfolgung zusammenhängenden Ausgaben (z.B. für die Durchführung konkreter Projekte oder Preisgelder). Im Detail ist hierbei freilich vieles vom Einzelfall abhängig: Wann etwa erfolgt die Entlohnung von Angestellten aufgrund eines Projekts und nicht im Rahmen der allgemeinen Verwaltung?

Keine feste Quote

Eine feste Quote zulässiger Verwaltungsausgaben existiert übrigens nicht. Aufgrund des Selbstlosigkeitsgebotes hat die Verfolgung gemeinnütziger Zwecke jedoch klar im Vordergrund zu stehen – eine Verwaltungskostenquote von über 50% ist daher in der Regel problematisch. Allerdings gilt auch hier: Keine Regel ohne Ausnahme. In den Anfangsjahren einer Organisation kann z.B. anderes gelten. Letztlich kommt es immer auf den Einzelfall an, bei dem auch eine Quote von unter 50% schädlich sein kann. Übrigens muss auch jede einzelne Aufwendung für sich gesehen angemessen sein, insbesondere die Höhe von Gehältern sorgt hier regelmäßig für Streit mit der Finanzverwaltung.

Weiterlesen:
Wird der Katalog steuerbegünstigter Zwecke erweitert?
Welche Rechtsformen können gemeinnützig sein?

Philipp Hornung

Philipp Hornung

Rechtsanwalt Philipp Hornung ist im steuerrechtlichen Dezernat von WINHELLER tätig. Am Hauptstandort in Frankfurt am Main berät er Unternehmen, Nonprofit-Organisationen und vermögende Privatpersonen zu allen steuerlichen Fragestellungen. Spezialisiert ist er daneben auf die Bereiche kryptographische Währungen und Blockchain-Technologie.

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