{"id":8716,"date":"2018-03-28T09:46:39","date_gmt":"2018-03-28T07:46:39","guid":{"rendered":"https:\/\/winheller.com\/blog\/?p=8716"},"modified":"2021-07-12T13:15:12","modified_gmt":"2021-07-12T11:15:12","slug":"fintech-geschaeftsmodelle-bafin-lizenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/winheller.com\/blog\/fintech-geschaeftsmodelle-bafin-lizenz\/","title":{"rendered":"Weitere FinTech-Gesch\u00e4ftsmodelle bed\u00fcrfen einer BaFin-Lizenz"},"content":{"rendered":"<h3><\/h3>\n<h3>Zahlungsausl\u00f6sedienste und Kontoinformationsdienste erlaubnispflichtig<\/h3>\n<p>Das <strong><a href=\"https:\/\/www.winheller.com\/bankrecht-finanzrecht\/aufsichtsrecht-bafin-lizenz\/zag-erlaubnis-zahlungsdienste.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG)<\/a><\/strong> regelt die Beaufsichtigung von Zahlungsdiensten in Deutschland. Bei Zahlungsdiensten handelt es sich um Dienstleister, die der Abwicklung des Zahlungsverkehrs dienen, vergleichbar mit dem Service von z.B. PayPal oder Klarna. <strong>Am 13. Januar 2018<\/strong> traten einige wichtige Neuerungen des ZAG in Kraft.<\/p>\n<p>Interessant ist dabei die Erweiterung der Liste der Zahlungsdienste in \u00a7 1 ZAG um sogenannte <strong>Zahlungsausl\u00f6sedienste<\/strong> und <strong>Kontoinformationsdienste<\/strong>. Unternehmen, die einen dieser Zahlungsdienste anbieten, sind nun vom Anwendungsbereich des ZAG erfasst und demnach erlaubnispflichtig.<\/p>\n<p>Einer schriftlichen Erlaubnis der Bundesanstalt f\u00fcr Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bedarf es nach \u00a7\u00a7 10 und 11 ZAG dann, wenn gewerbsm\u00e4\u00dfig Zahlungsdienste erbracht werden. Wer als Zahlungsdienst ausschlie\u00dflich Kontoinformationsdienste erbringen will, muss sich gem\u00e4\u00df \u00a7 34 Abs. 1 ZAG zumindest bei der BaFin registrieren.<\/p>\n<h3>Welche FinTechs sind betroffen?<\/h3>\n<p>Um weiterhin gesetzeskonform Zahlungsausl\u00f6sedienste anbieten zu k\u00f6nnen, bed\u00fcrfen <strong><a href=\"https:\/\/www.winheller.com\/bankrecht-finanzrecht\/aufsichtsrecht-bafin-lizenz\/fintechs.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">FinTech-Unternehmen<\/a><\/strong> der Erlaubnis der BaFin. Der <strong>Zahlungsausl\u00f6sedienst<\/strong> ist ein Dienst, bei dem auf Veranlassung des Nutzers ein Zahlungsauftrag in Bezug auf ein bei einem anderen Zahlungsdienstleister gef\u00fchrtes Zahlungskonto ausgel\u00f6st wird. Betroffen sind also Unternehmen, die einen Zahlungsauftrag mit dem Ziel der \u00dcbermittlung von Geld von einem Zahlungskonto auf ein anders Zahlungskonto ausl\u00f6sen. Ein bekanntes Beispiel hierf\u00fcr ist \u201eSofort\u00fcberweisung\u201c. Der dahinterstehende Anbieter f\u00fchrt den Zahlungsvorgang nicht selbst durch, sondern st\u00f6\u00dft ihn bei einem kontof\u00fchrenden Zahlungsdienstleister an.<\/p>\n<p><strong>Kontoinformationsdienste<\/strong> sind Onlinedienste, die der Mitteilung konsolidierter Informationen \u00fcber ein Zahlungskonto oder mehrere Konten des Nutzers bei einem oder mehreren anderen Zahlungsdienstleistern dienen. Sie bieten also dem Kunden online einen Gesamt\u00fcberblick \u00fcber seine Zahlungskonten. Darunter fallen vor allem <strong>Multi-Banking-Apps<\/strong>. Aber auch Dienstleister, die zum Zwecke der <strong>Bonit\u00e4tspr\u00fcfung<\/strong> auf Kontodaten zugreifen sowie Verm\u00f6gensverwalter, die ihren Kunden Reports zu Konten und Depots online zur Verf\u00fcgung stellen, k\u00f6nnten dadurch erfasst und registrierungspflichtig sein.<\/p>\n<h3>Kundendaten besser gesichert<\/h3>\n<p>Durch die Neuerungen bezweckt der Gesetzgeber, die Daten des Kunden, die im Zusammenhang mit seinen Konten stehen, besser zu sichern und das Risiko unautorisierter Zahlungsvorg\u00e4nge zu minimieren. So soll beispielsweise sichergestellt werden, dass personalisierte Sicherheitsmerkmale wie die TAN- oder PIN-Nummer nicht an Dritte gelangen. F\u00fcr die \u00dcbermittlung solcher Daten m\u00fcssen effiziente und sichere Kan\u00e4le genutzt werden.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem m\u00fcssen Zahlungsdienstleister zuk\u00fcnftig besondere Vorschriften \u00fcber den Zugang zu Kontoinformationen beachten und sich gegen\u00fcber dem kontof\u00fchrenden Institut eindeutig identifizieren.<\/p>\n<h3>Fr\u00fchzeitig Beratung zum ZAG einholen<\/h3>\n<p>Betroffene Unternehmen sollten angesichts einer <strong>Frist bis zum 13. April 2018<\/strong> schnellstm\u00f6glich einen Antrag bei der <strong><a href=\"https:\/\/www.winheller.com\/bankrecht-finanzrecht\/aufsichtsrecht-bafin-lizenz.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BaFin<\/a><\/strong> stellen oder aber ihr Gesch\u00e4ftsmodell so anpassen, dass sie weiterhin erlaubnisfrei t\u00e4tig sind. Bei der Kl\u00e4rung, ob Ihr Gesch\u00e4ftsmodell von den ZAG-Vorgaben betroffen ist und eine BaFin-Erlaubnis ben\u00f6tigt, stehen wir Ihnen <strong><a href=\"https:\/\/www.winheller.com\/ueber-uns\/rechtsanwaelte\/sebastian-foerste.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gern zur Verf\u00fcgung<\/a><\/strong>.<\/p>\n<p>Weiterlesen:<br \/>\n<strong><a href=\"https:\/\/winheller.com\/blog\/cfd-anforderungen-bafin\/\">CFD-Anbieter m\u00fcssen Anforderungen der BaFin einhalten<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zahlungsausl\u00f6sedienste und Kontoinformationsdienste erlaubnispflichtig Das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) regelt die Beaufsichtigung von Zahlungsdiensten in Deutschland. Bei Zahlungsdiensten handelt es sich um Dienstleister, die der Abwicklung des Zahlungsverkehrs dienen, vergleichbar mit dem Service von z.B. PayPal oder Klarna. Am 13. 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