{"id":7964,"date":"2017-10-12T17:18:52","date_gmt":"2017-10-12T15:18:52","guid":{"rendered":"https:\/\/winheller.com\/blog\/?p=7964"},"modified":"2020-11-23T14:00:54","modified_gmt":"2020-11-23T12:00:54","slug":"kitas-ermaessigte-notargebuehren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/winheller.com\/blog\/kitas-ermaessigte-notargebuehren\/","title":{"rendered":"Kitas aufgepasst: Auf erm\u00e4\u00dfigte Notargeb\u00fchren bestehen!"},"content":{"rendered":"<p>Der Gang zum Notar kostet Geld und ist meist unumg\u00e4nglich \u2013 vor allem im Zusammenhang mit Grundst\u00fccken. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte nun \u00fcber die H\u00f6he der Notargeb\u00fchren im Fall einer katholischen Kirchengemeinde zu entscheiden, die auf einem ihrer Grundst\u00fccke eine Kindertagesst\u00e4tte errichten wollte. Zur Erlangung von Zusch\u00fcssen sollte die Gemeinde eine Grundschuld zugunsten der Stadt bestellen.<\/p>\n<h3>Erm\u00e4\u00dfigung um 30 bis 60 Prozent<\/h3>\n<p>Die Verg\u00fctung von Notaren ist einheitlich im \u201eGesetz \u00fcber die Kosten der freiwilligen Gerichtsbarkeit f\u00fcr Gerichte und Notare\u201c (GNotKG) geregelt und bemisst sich nach dem sog. Gegenstandswert. Zugunsten von Bund, L\u00e4ndern, Gemeinden und Kirchen enth\u00e4lt das GNotKG eine Vorschrift, die die Geb\u00fchren je nach H\u00f6he des Gegenstandswertes um 30 bis 60 Prozent erm\u00e4\u00dfigt. Voraussetzung hierf\u00fcr ist allerdings, dass die notarielle Angelegenheit nicht mit einem wirtschaftlichen Unternehmen des Beg\u00fcnstigten zusammenh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Im vorliegenden Fall hatte der Notar die geplante Kita als wirtschaftliches Unternehmen der <strong>Kirchengemeinde<\/strong> angesehen und f\u00fcr seine Dienste die volle gesetzliche Geb\u00fchr verlangt. Auf Antrag der Kirche erm\u00e4\u00dfigten die Gerichte die Geb\u00fchr jedoch um 60%. Sowohl Land- und Oberlandesgericht wie nun auch der BGH haben entschieden, dass kommunale und kirchliche Kindertagesst\u00e4tten und Kinderg\u00e4rten keine wirtschaftlichen Unternehmen sind. Sie verfolgen vielmehr \u00f6ffentliche Zwecke, die in den Genuss von Geb\u00fchrenerm\u00e4\u00dfigungen kommen m\u00fcssten.<\/p>\n<h3>Auch Vereine, gGmbHs und Stiftungen profitieren unter bestimmten Voraussetzungen<\/h3>\n<p>Die genannte Vorschrift ist auch f\u00fcr private Organisationen anwendbar, die mildt\u00e4tige oder kirchliche Zwecke verfolgen. Somit kommen auch Vereine, gGmbHs und Stiftungen mit entsprechender Zielsetzung und Anerkennung in den Genuss erm\u00e4\u00dfigter Notargeb\u00fchren. Gemeinn\u00fctzige Organisationen mit anderen als kirchlichen oder mildt\u00e4tigen Zwecken bleiben hingegen die volle Notargeb\u00fchr schuldig.<\/p>\n<p>Sie haben weitere Fragen zum Thema Gemeinn\u00fctzigkeitsrecht? Unsere spezialisierten Anw\u00e4lte beraten Sie gern!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/winheller.com\/fileadmin\/redaktion\/NewsletterPDFs\/nonprofitrecht\/2017\/Volltexte\/September\/bghbeschluss01062017.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BGH, Beschluss v. 01.06.2017, Az. V ZB 23\/16<\/a><\/p>\n<p>Weiterlesen:<br \/>\n<strong><a href=\"https:\/\/winheller.com\/blog\/keine-ermaessigte-umsatzsteuer-inklusionsbetrieb\/\">Keine erm\u00e4\u00dfigte Umsatzsteuer bei Integrations-Bistro<br \/>\n<\/a><a href=\"https:\/\/www.winheller.com\/gemeinnuetzigkeitsrecht.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Welche Vorteile ergeben sich aus der Gemeinn\u00fctzigkeit?<\/a><a href=\"https:\/\/winheller.com\/blog\/keine-ermaessigte-umsatzsteuer-inklusionsbetrieb\/\"><br \/>\n<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Gang zum Notar kostet Geld und ist meist unumg\u00e4nglich \u2013 vor allem im Zusammenhang mit Grundst\u00fccken. 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