{"id":7520,"date":"2017-06-29T11:02:06","date_gmt":"2017-06-29T09:02:06","guid":{"rendered":"https:\/\/winheller.com\/blog\/?p=7520"},"modified":"2024-07-31T10:31:41","modified_gmt":"2024-07-31T08:31:41","slug":"praemien-auf-mindestlohn-anrechnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/winheller.com\/blog\/praemien-auf-mindestlohn-anrechnen\/","title":{"rendered":"Pr\u00e4mien k\u00f6nnen in Deutschland auf Mindestlohn angerechnet werden"},"content":{"rendered":"<p>Kann die Anwesenheitspr\u00e4mie, die ein <strong><a href=\"https:\/\/www.winheller.com\/wirtschaftsrecht\/arbeitsrecht.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arbeitgeber<\/a><\/strong> seinen Angestellten jeweils f\u00fcr einen Monat ohne Fehltage gezahlt hat, auf den Mindestlohn angerechnet werden oder wird mit der Pr\u00e4mie ein besonderer Zweck verfolgt, der zus\u00e4tzlich zum Mindestlohn zu verg\u00fcten ist?<\/p>\n<h3>Arbeitgeber zahlt Anwesenheitspr\u00e4mie<\/h3>\n<p>Ein Arbeitgeber hat seinen Besch\u00e4ftigten seit 1999 monatlich 100 DM an Pr\u00e4mie gezahlt, wenn diese ohne krankheitsbedingte Fehltage im Betrieb anwesend waren. Nach der Einf\u00fchrung des Mindestlohns in Deutschland am 1. Januar 2015 entschied sich der Arbeitgeber, diese Pr\u00e4mie weiter zu zahlen, sie jedoch auf den <a href=\"https:\/\/www.winheller.com\/wirtschaftsrecht\/arbeitsrecht\/arbeitsvertragsgestaltung.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Mindestlohn<\/strong><\/a> anzurechnen.<\/p>\n<p>Die klagende Arbeitnehmerin war der Ansicht, dass die Anwesenheitspr\u00e4mie nicht auf den gesetzlichen Mindestlohn angerechnet werden d\u00fcrfe. Der Arbeitgeber vertrat die gegenteilige Auffassung.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst siegte die Angestellte vor dem Arbeitsgericht. Dieses Urteil wurde jedoch in der Berufung richtigerweise wieder aufgehoben und die Klage der Arbeitnehmerin abgewiesen.<\/p>\n<h3>Sinn und Zweck der Pr\u00e4mie entscheidet<\/h3>\n<p>Das Gericht begr\u00fcndete seine Entscheidung ma\u00dfgeblich mit den Gedanken der herrschenden Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts. Danach kann eine Anwesenheitspr\u00e4mie nicht von der grundlegenden vertraglichen Pflicht des Arbeitnehmers, zur Arbeit zu erscheinen, abgetrennt werden. Daher besteht eine zwingende funktionelle Gleichwertigkeit zwischen der Pr\u00e4mie und der geschuldeten Arbeitsleistung. Die Pr\u00e4mie kann somit angerechnet werden.<\/p>\n<p>Etwas anderes gilt nur dann, wenn Gesetze einem Zuschlag oder der Zulage einen besonderen Zweck verleihen, welcher der Anrechnung auf den Mindestlohn entgegensteht, wie z.B. Nachtzuschl\u00e4ge.<\/p>\n<h3>Pr\u00e4mien vorab pr\u00fcfen lassen<\/h3>\n<p>Wenn Sie Ihren Arbeitnehmern Leistungsanreize schaffen wollen, dann sprechen Sie dies am besten im Vorfeld mit einem Experten ab. Unsere erfahrenen <a href=\"https:\/\/www.winheller.com\/ueber-uns\/rechtsanwaelte\/dr-eric-uftring.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Anw\u00e4lte f\u00fcr Arbeitsrecht<\/strong><\/a> beraten Sie gerne!<\/p>\n<p>LAG Bremen Urteil vom 10.08.2016 \u2013 3 Sa 8\/16<\/p>\n<p>Weiterlesen:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/winheller.com\/blog\/gestaltungsmoeglichkeiten-mindestlohn\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Neue Gestaltungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr den Mindestlohn<\/strong><\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.winheller.com\/wirtschaftsrecht\/arbeitsrecht\/arbeitsvertragsgestaltung.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Arbeitsvertragsgestaltung: Mindestlohn beachten<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kann die Anwesenheitspr\u00e4mie, die ein Arbeitgeber seinen Angestellten jeweils f\u00fcr einen Monat ohne Fehltage gezahlt hat, auf den Mindestlohn angerechnet werden oder wird mit der Pr\u00e4mie ein besonderer Zweck verfolgt, der zus\u00e4tzlich zum Mindestlohn zu verg\u00fcten ist? Arbeitgeber zahlt Anwesenheitspr\u00e4mie Ein [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":16599,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-7520","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-arbeitsrecht"],"acf":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7520","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7520"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7520\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19575,"href":"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7520\/revisions\/19575"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16599"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7520"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7520"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7520"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}