{"id":5986,"date":"2016-04-04T15:50:39","date_gmt":"2016-04-04T13:50:39","guid":{"rendered":"https:\/\/winheller.com\/blog\/?p=5986"},"modified":"2022-02-18T15:51:53","modified_gmt":"2022-02-18T13:51:53","slug":"panama-selbstanzeige","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/winheller.com\/blog\/panama-selbstanzeige\/","title":{"rendered":"Panama Papers: Wettlauf um die Selbstanzeige"},"content":{"rendered":"<p>Am 04. April 2016 hat die S\u00fcddeutsche Zeitung unter Nennung von Namen einen umfassenden Bericht \u00fcber Steuerhinterziehungsmodelle mit Briefkastenfirmen in Panama ver\u00f6ffentlicht. Aus anonymer Quelle sollen demnach vertrauliche Dokumente einer panamaischen Anwaltskanzlei an die \u00d6ffentlichkeit geraten sein. Der Datensatz soll gigantische 2,7 Terabyte an Informationen enthalten.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Betroffenen stellt sich jetzt die Frage, ob eine <a href=\"https:\/\/www.winheller.com\/steuerrecht-steuerberatung\/steuerstrafrecht\/selbstanzeige.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Selbstanzeige<\/strong><\/a> wegen Steuerhinterziehung \u00fcberhaupt noch m\u00f6glich ist oder die Tat bereits entdeckt wurde bzw. ob mit der Tatentdeckung zu rechnen ist. In diesem Fall l\u00e4ge n\u00e4mlich ein Sperrgrund vor, der eine Selbstanzeige und die damit verbundene Straffreiheit ausschlie\u00dft.<\/p>\n<h3>Betroffene sollten&nbsp;Zeitfenster nutzen<\/h3>\n<p>In den bislang entschiedenen F\u00e4llen waren die Steuerdaten den Finanzbeh\u00f6rden zugespielt bzw. von den Finanzbeh\u00f6rden angekauft worden. Die Finanzbeh\u00f6rden hatten also vor den Betroffenen Kenntnis von den Datens\u00e4tzen. Vorliegend hingegen haben die Finanzbeh\u00f6rden ebenso wie die Steuerpflichtigen die Kenntnis von der m\u00f6glichen <a href=\"https:\/\/www.winheller.com\/steuerrecht-steuerberatung\/steuerstrafrecht.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Tatentdeckung<\/strong><\/a> gleichzeitig aus der Presse erhalten. Dieser kleine Unterschied er\u00f6ffnet den Betroffenen nun ein kleines Zeitfenster. Denn die Tat ist nur \u201eentdeckt\u201c, wenn die zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde davon Kenntnis hat. Dies wird in dem vorliegenden Fall vornehmlich das Finanzamt sein. Das Finanzamt seinerseits muss jedoch selbst in irgendeiner Weise t\u00e4tig geworden sein, bevor man von Tatentdeckung sprechen kann (Auswertung von Daten, Kontrollmitteilungen, Anlegen eines Aktenvermerkes etc.).<\/p>\n<p>In der vorliegenden Situation, in der alle Beteiligten gleichzeitig von den Steuerdaten durch die Presse erfahren, haben die Betroffenen noch f\u00fcr kurze Zeit die Chance, um der Entdeckung durch die Beh\u00f6rde zuvorzukommen.<\/p>\n<p>Nutzen Sie dieses Zeitfenster und rufen Sie uns noch heute an. Unsere erfahrenen Berater in Selbstanzeigef\u00e4llen&nbsp;stehen Ihnen kurzfristig zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Weiterlesen:<br \/>\n<a href=\"neues-gesetz-zur-verschaerfung-der-selbstanzeige\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Neues Gesetz zur Versch\u00e4rfung der Selbstanzeige<\/strong><\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.winheller.com\/steuerrecht-steuerberatung\/steuerstrafrecht\/schaubild-selbstanzeige.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Steuerstrafrecht: So funktioniert eine Selbstanzeige<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 04. April 2016 hat die S\u00fcddeutsche Zeitung unter Nennung von Namen einen umfassenden Bericht \u00fcber Steuerhinterziehungsmodelle mit Briefkastenfirmen in Panama ver\u00f6ffentlicht. Aus anonymer Quelle sollen demnach vertrauliche Dokumente einer panamaischen Anwaltskanzlei an die \u00d6ffentlichkeit geraten sein. 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