{"id":4732,"date":"2015-03-03T18:52:25","date_gmt":"2015-03-03T16:52:25","guid":{"rendered":"https:\/\/winheller.com\/blog\/?p=4732"},"modified":"2024-01-03T10:49:25","modified_gmt":"2024-01-03T08:49:25","slug":"vorsicht-bei-befristung-von-arbeitsvertraegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/winheller.com\/blog\/vorsicht-bei-befristung-von-arbeitsvertraegen\/","title":{"rendered":"Vorsicht bei Befristung von Arbeitsvertr\u00e4gen"},"content":{"rendered":"<p>Bei Befristungen von Arbeitsvertr\u00e4gen gibt es viele Fallen in die Arbeitgeber tappen k\u00f6nnen. Die Befristung muss vor der Arbeitsaufnahme nicht nur schriftlich vereinbart und unterschrieben werden, diese Umst\u00e4nde m\u00fcssen auch bewiesen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Arbeitsvertrag nicht von beiden Seiten unterzeichnet<\/h3>\n<p>In einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts in Erfurt ging es um die Frage, ob eine Befristung wirksam vereinbart worden war. Gestritten wurde dabei um die Einhaltung der Schriftform. Der Arbeitgeber legte dazu einen mit \u201eEntwurf\u201c \u00fcberschriebenen <a href=\"https:\/\/www.winheller.com\/wirtschaftsrecht\/arbeitsrecht\/arbeitsvertragsgestaltung.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Arbeitsvertrag<\/strong><\/a> vor. Das Dokument enthielt jedoch nur die Unterschrift der Arbeitnehmerin, f\u00fcr den Arbeitgeber war es nur mit den Buchstaben \u201eBa\u201c und \u201eEi\u201c paraphiert. Ein vollst\u00e4ndiges unterzeichnetes Vertragsexemplar war bei dem Arbeitgeber nicht vorhanden. Dieser gab an, das von beiden Seiten unterzeichnete Exemplar des Vertrages sei der Arbeitnehmerin ausgeh\u00e4ndigt worden, was diese aber bestritt.<\/p>\n<p>Beweisen, ob eine Befristung wirksam vereinbart worden ist, muss die Seite, die sich auf die strittige Befristung beruft. In der Regel also vor allem der Arbeitgeber.<\/p>\n<h3>BAG-Urteil zur Befristung von Arbeitsvertr\u00e4gen<\/h3>\n<p>Das Bundesarbeitsgericht hat in seinem Urteil die Auffassung vertreten, dass das Schriftformerfordernis (\u00a7 126 BGB) nicht eingehalten ist, wenn eine Unterzeichnung nicht mit vollem (Familien-)Namen erfolgt, sondern nur mit einem Namensk\u00fcrzel. Da der Arbeitgeber im entschiedenen Fall kein von seiner Seite mit vollst\u00e4ndiger Unterschrift unterzeichnetes Vertragsexemplar vorlegen konnte und die Arbeitnehmerin bestritt, ein solches erhalten zu haben, konnte der Arbeitgeber die Einhaltung der Schriftform nicht beweisen. Das Arbeitsverh\u00e4ltnis war somit nicht befristet.<div class=\"tmnf-sc-box normal   \">\n<p><strong>Tipp<\/strong>: Befristete Arbeitsvertr\u00e4ge sollte immer &#8211; und vor allem immer vor Arbeitsantritt &#8211; in zwei Exemplaren ausgefertigt und von beiden Parteien auf beiden Exemplaren vollst\u00e4ndig unterschrieben werden. Der Arbeitgeber sollte auch die \u00dcbergabe des von beiden Seiten unterschriebenen Exemplars vom Arbeitnehmer quittieren lassen.<\/div><\/p>\n<p>BAG, Urteil vom 20.08.2014 \u2013 Az.: 7 AZR 924\/12<\/p>\n<p>Weiterlesen:<br \/>\n<a href=\"arbeitnehmerueberlassung-vertragsgestaltung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Arbeitnehmer\u00fcberlassung: Besondere Anforderungen an die Arbeitsvertragsgestaltung<\/strong><\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.winheller.com\/wirtschaftsrecht\/arbeitsrecht\/arbeitsvertragsgestaltung.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Arbeitsvertragsgestaltung:&nbsp;Fallstricke vermeiden<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei Befristungen von Arbeitsvertr\u00e4gen gibt es viele Fallen in die Arbeitgeber tappen k\u00f6nnen. Die Befristung muss vor der Arbeitsaufnahme nicht nur schriftlich vereinbart und unterschrieben werden, diese Umst\u00e4nde m\u00fcssen auch bewiesen werden k\u00f6nnen. Arbeitsvertrag nicht von beiden Seiten unterzeichnet In einem [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":16599,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[431],"class_list":["post-4732","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-arbeitsrecht","tag-vertragsgestaltung"],"acf":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4732","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4732"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4732\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19607,"href":"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4732\/revisions\/19607"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16599"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4732"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4732"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4732"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}