{"id":17972,"date":"2023-02-06T14:37:32","date_gmt":"2023-02-06T12:37:32","guid":{"rendered":"https:\/\/winheller.com\/blog\/?p=17972"},"modified":"2023-05-30T15:49:13","modified_gmt":"2023-05-30T13:49:13","slug":"eu-ki-verordnung-kuenstliche-intelligenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/winheller.com\/blog\/eu-ki-verordnung-kuenstliche-intelligenz\/","title":{"rendered":"KI-Verordnung \u2013 Regulierung k\u00fcnstlicher Intelligenz in der EU"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image is-style-rounded\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><a href=\"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/eu-ki-verordnung-kuenstliche-intelligenz.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"219\" src=\"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/eu-ki-verordnung-kuenstliche-intelligenz.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-17995\" srcset=\"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/eu-ki-verordnung-kuenstliche-intelligenz.webp 400w, https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/eu-ki-verordnung-kuenstliche-intelligenz-300x164.webp 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Mit der EU-Verordnung zur Regulierung von k\u00fcnstlicher Intelligenz (kurz: KI-Verordnung) bzw. <em>Artificial Intelligence<\/em> (AI) assoziieren viele die Schaffung von <strong>gesetzlichen Rahmenbedingungen<\/strong> hinsichtlich intelligenter Fahrzeuge, hochentwickelter Roboter oder denkender Maschinen. Hingegen ist oftmals nicht bekannt, dass der <strong>Anwendungsbereich der KI-Verordnung<\/strong> \u00e4u\u00dferst weit gefasst ist, sodass zun\u00e4chst auch g\u00e4ngige <strong>Spamfilteranwendungen<\/strong> sowie <strong>Chatbots<\/strong> umfasst werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Risikobasierter Ansatz<\/h2>\n\n\n\n<p>Welche gesetzlichen Vorgaben die Anbieter oder Nutzer von KI-Systemen letztlich zu beachten haben, richtet sich nach dem schon aus der Datenschutz-Grundverordnung (<strong>DSGVO<\/strong>) bekannten risikobasierten Ansatz. Dieser besagt im Kern, dass sich mit steigendem Risiko f\u00fcr die Sicherheit, Gesundheit oder Grundrechte die <strong>Regelungsdichte<\/strong> f\u00fcr das KI-System <strong>erh\u00f6ht<\/strong>. Die KI-Verordnung kennt dabei <strong>vier Kategorien<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Verbotene KI-Anwendungen<\/li><li>Hochrisiko-KI-Systeme<\/li><li>KI-Systeme mit geringem Risiko<\/li><li>KI-Systeme mit minimalem Risiko<\/li><\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einstufung als Hochrisiko-KI-Systeme<\/h2>\n\n\n\n<p>Eine Vielzahl von KI-Systemen wird in Zukunft als Hochrisiko-KI eingestuft werden. Das betrifft zum einen KI-Anwendungen, die <strong>Bestandteil von Produkten<\/strong> sind, welche in Anhang II der KI-Verordnung aufgef\u00fchrt und schon Gegenstand von EU-Regelungen sind, beispielsweise Fahrst\u00fchle, medizinische Ger\u00e4te und Spielzeuge. Zum anderen gilt das f\u00fcr <strong>eigenst\u00e4ndige KI-Systeme<\/strong>, welche von den in Anhang III genannten Regelungsbereichen umfasst werden. Hierunter fallen insbesondere (unverzichtbare) <strong>private<\/strong> und <strong>\u00f6ffentliche Dienstleistungen<\/strong> wie das Kreditscoring, sofern damit B\u00fcrgern die M\u00f6glichkeit verwehrt werden kann, einen Kredit zu erhalten, oder sogenannte Applicant-Tracking-Systeme, mittels derer der Bewerbungs- und Einstellungsprozess im Unternehmen automatisiert wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Anforderungen f\u00fcr die Einf\u00fchrung von Hochrisiko-KI-Systemen in den EU-Binnenmarkt<\/h2>\n\n\n\n<p>Bevor ein Hochrisiko-KI-System auf dem EU-Binnenmarkt angeboten werden kann, hat es eine <strong>Konformit\u00e4tsbewertung<\/strong> zu durchlaufen. Hierbei ist das KI-System unter anderem anhand seiner Funktionalit\u00e4ten, menschlicher Kontrollinstanzen, IT-Sicherheit, Genauigkeit sowie transparenter Informationen zu begutachten. Daneben sind eigenst\u00e4ndige KI-Systeme in einer <strong>EU-Datenbank<\/strong> einzutragen und das Conformit\u00e9-Europ\u00e9enne <strong>(CE)-Zeichen<\/strong> ist zu erlangen. Die Regelungen der KI-Verordnung sind dabei auch auf <strong>Anbieter<\/strong> anwendbar, die ihren Sitz in einem <strong>Drittstaat<\/strong>, also au\u00dferhalb der EU haben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Aktueller Stand im Gesetzgebungsprozess: Trilogverfahren<\/h2>\n\n\n\n<p>Ob die KI-Anwendung einen klaren und sicheren Rechtsrahmen schafft, der den Wettbewerb zwischen Tech-Unternehmen f\u00f6rdert und zugleich die Grundrechte der Nutzer sch\u00fctzt oder einen Innovationshemmer darstellt, bleibt noch offen. Derzeit ist die KI-Verordnung <strong>Gegenstand des Trilogverfahrens<\/strong>, im Rahmen dessen sich der Rat, das Parlament und die EU-Kommission abstimmen, sodass mit einem <strong>Inkrafttreten erst 2025 oder 2026<\/strong> zu rechnen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiterlesen:<br><a href=\"https:\/\/www.winheller.com\/wirtschaftsrecht\/datenschutzrecht\/datenschutz-softwarehersteller.html\"><strong>Datenschutzrechtliche Vorgaben f\u00fcr Softwarehersteller (DSGVO)<\/strong><\/a><br><a href=\"https:\/\/winheller.com\/blog\/datenschutz-einsatz-trackingtools\/\"><strong>Datenschutz: Das ist beim Einsatz von Trackingtools zu beachten<\/strong><\/a><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der EU-Verordnung zur Regulierung von k\u00fcnstlicher Intelligenz (kurz: KI-Verordnung) bzw. Artificial Intelligence (AI) assoziieren viele die Schaffung von gesetzlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich intelligenter Fahrzeuge, hochentwickelter Roboter oder denkender Maschinen. 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