{"id":17853,"date":"2023-01-31T10:50:10","date_gmt":"2023-01-31T08:50:10","guid":{"rendered":"https:\/\/winheller.com\/blog\/?p=17853"},"modified":"2023-01-31T10:50:12","modified_gmt":"2023-01-31T08:50:12","slug":"wohngemeinnuetzigkeit-steuerbefreiungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/winheller.com\/blog\/wohngemeinnuetzigkeit-steuerbefreiungen\/","title":{"rendered":"Wohngemeinn\u00fctzigkeit \u2013 Steuerbefreiungen f\u00fcr Vermieter?"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><a href=\"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/steuerbefreiung-wohngemeinnuetzigkeit.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"284\" src=\"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/steuerbefreiung-wohngemeinnuetzigkeit.webp\" alt=\"Wohngemeinn\u00fctzigkeit \u2013 Steuerbefreiungen f\u00fcr Vermieter?\" class=\"wp-image-17857\" srcset=\"https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/steuerbefreiung-wohngemeinnuetzigkeit.webp 400w, https:\/\/winheller.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/steuerbefreiung-wohngemeinnuetzigkeit-300x213.webp 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Renaissance im Wohnungsbau: Die Bundesregierung war mit dem Versprechen angetreten, Wohnen wieder bezahlbar zu machen. Eine Idee in diesem Zusammenhang ist die erneute <strong>Einf\u00fchrung der Wohngemeinn\u00fctzigkeit<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wohngemeinn\u00fctzigkeit wurde 1990 abgeschafft<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Idee der Wohngemeinn\u00fctzigkeit ist nicht neu. Bereits nach dem zweiten Weltkrieg wurde ein solches Konzept eingef\u00fchrt. Sein vorl\u00e4ufiges Ende fand die Wohngemeinn\u00fctzigkeit dann 1990. Die schwarz-gelbe Bundesregierung unter Helmut Kohl schaffte das System unter anderem aus Kostengr\u00fcnden ab.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gesetzentw\u00fcrfe von Gr\u00fcnen und Linken<\/h2>\n\n\n\n<p>Bereits in der letzten Legislaturperiode haben sowohl die Gr\u00fcnen als auch die Linken einen <strong>Gesetzentwurf zur Wiedereinf\u00fchrung<\/strong> eingebracht. Das Konzept der Gr\u00fcnen sieht vor, dass Unternehmen gemeinn\u00fctzig handeln, wenn sie Menschen unter einer bestimmten Einkommensgrenze Wohnungen zu einem <strong>unterdurchschnittlichen Mietpreis<\/strong> zur Verf\u00fcgung stellen. Im Gegenzug daf\u00fcr w\u00fcrden sie <strong>Steuerbefreiungen<\/strong> genie\u00dfen. <\/p>\n\n\n\n<p>Zudem soll es gemeinn\u00fctzigen Wohnungsunternehmen erlaubt sein, eine <strong>Eigenkapitalrendite<\/strong> von 3,5% zu erwirtschaften. F\u00fcr die Notwendigkeit der Wiedereinf\u00fchrung wird damit argumentiert, dass der Staat j\u00e4hrlich 15 Milliarden Euro f\u00fcr Wohnungsgeldzusch\u00fcsse ausgibt. Demgegen\u00fcber soll bei der Wohnungsgemeinn\u00fctzigkeit nur ein Finanzierungsaufwand von 3 Milliarden Euro j\u00e4hrlich vorliegen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Reaktionen sind gemischt<\/h2>\n\n\n\n<p>In einer \u00f6ffentlichen Anh\u00f6rung des Ausschusses f\u00fcr Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen zum Thema, waren sich die Sachverst\u00e4ndigen uneins \u00fcber die Wiederbelebung der Idee. W\u00e4hrend die einen die Wohngemeinn\u00fctzigkeit als wichtigen Faktor zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ansehen, sehen andere <strong>gro\u00dfe Nachteile<\/strong> darin und halten diesen Weg nicht f\u00fcr den richtigen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Neue Regierung, neuer Angang<\/h2>\n\n\n\n<p>Mit der neuen Regierung soll nun auch dieses Thema erneut angegangen werden. Der Koalitionsvertrag sieht die Wiedereinf\u00fchrung der Wohnungsgemeinn\u00fctzigkeit vor. Der Deutsche Mieterbund hat dazu nun ein Papier vorgelegt. Dabei sollen Unternehmen, die nach <strong>gemeinn\u00fctzigen Regeln<\/strong> wirtschaften, <strong>von der Steuer befreit<\/strong> werden. Zudem sollen durch diese gemeinn\u00fctzigen Unternehmen neue Wohnungen gebaut oder erworben werden. Auch bereits bestehende Wohnungsunternehmen sollen f\u00fcr ihre Best\u00e4nde ganz oder teilweise Dauerbindungen eingehen k\u00f6nnen und daf\u00fcr <strong>Zusch\u00fcsse<\/strong> erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Mieten sollen <strong>einkommensabh\u00e4ngig<\/strong> gestaltet werden und nur <strong>begrenzt steigen<\/strong> k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gesetzentwurf steht noch aus<\/h2>\n\n\n\n<p>Wie genau die geplante Wohngemeinn\u00fctzigkeit aussehen soll, bleibt abzuwarten. Konkrete rechtliche Fragestellungen lassen sich bei <strong>Vorlage eines Gesetzentwurfs<\/strong> diskutieren. Falls sie bereits jetzt Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich gerne an unsere Experten im <strong><a href=\"https:\/\/www.winheller.com\/gemeinnuetzigkeitsrecht.html\">Gemeinn\u00fctzigkeitsrecht<\/a><\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiterlesen:<br><strong><a href=\"https:\/\/www.winheller.com\/gemeinnuetzigkeitsrecht\/anerkennung-gemeinnuetzigkeit.html\">Welche Voraussetzungen muss eine K\u00f6rperschaft erf\u00fcllen, um gemeinn\u00fctzig zu sein?<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Renaissance im Wohnungsbau: Die Bundesregierung war mit dem Versprechen angetreten, Wohnen wieder bezahlbar zu machen. Eine Idee in diesem Zusammenhang ist die erneute Einf\u00fchrung der Wohngemeinn\u00fctzigkeit. Wohngemeinn\u00fctzigkeit wurde 1990 abgeschafft Die Idee der Wohngemeinn\u00fctzigkeit ist nicht neu. 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