info@winheller.com+49 (0)69 76 75 77 80 Mo. - Fr. von 8 bis 20 Uhr, Sa. von 8 bis 17 Uhr
Persönliche Termine nach Vereinbarung

Alternativen zu Bitcoins – Wie unterscheiden sich Litecoins, Dogecoins und andere „Altcoins“ aufsichtsrechtlich von Bitcoins?

Bereits 2011 hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) öffentlich ihre Auffassung mitgeteilt, dass es sich bei Bitcoins um Rechnungseinheiten und damit um Finanzinstrumente im Sinne des deutschen Kreditwesengesetzes handelt. Seitdem müssen sich Unternehmen, die Dienstleistungen im Zusammenhang mit Bitcoins auf dem deutschen Markt anbieten wollen, vor Geschäftsaufnahme die Frage stellen, ob sie möglicherweise Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen betreiben und dafür eine schriftliche Lizenz der BaFin benötigen.

BaFin behandelt Altcoins wie Bitcoins

Freilich bieten inzwischen viele Unternehmen, allen voran die zahlreichen Online-Exchange-Börsen, ihren Kunden auch Dienstleistungen im Zusammenhang mit sog. „Altcoins“ an. Gemeint sind andere kryptographische „Währungen“ wie etwa Litecoins, Dogecoins oder Namecoins, um einige Beispiele zu nennen. Diesen Varianten ist gemein, dass sie allesamt eine Abwandlung der Bitcoinsoftware sind und somit, abgesehen von einigen Modifikationen wie einer im Vergleich zu Bitcoins höheren möglichen Gesamtstückzahl oder einer zeitlich schnelleren Übertragbarkeit, auch in aufsichtsrechtlicher Hinsicht durch die BaFin wie Bitcoins behandelt werden.

Aufsichtsrechtliche Einordnung von Bitcoins

Anders kann die aufsichtsrechtliche Behandlung aber natürlich sein, wenn entscheidende Eigenschaften einer kryptographischen „Währung“ anders ausgestaltet sind als bei Bitcoins. Eine Überprüfung der aufsichtsrechtlichen Einordnung ist auch dann in jedem Fall vor Geschäftsaufnahme angezeigt, um klären zu können, ob eine Erlaubnispflicht im Einzelfall besteht. Gerade nach den jüngsten Meldungen um den Verlust großer Bitcoin-Kontingente durch marktführende Online-Exchange-Börsen ist rechtliche Compliance für Unternehmen in diesem Bereich nicht nur gegebenenfalls rechtlich zwingend, sondern auch ein essentieller Vorteil im Wettbewerb.

Für rechtliche und steuerliche Fragen rund um Bitcoins stehen Ihnen unsere erfahrenen Anwälte gerne zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Weiterlesen:
Bitcoin-Unternehmer gründen lieber im Ausland: Zweifel an der Praxis der BaFin
Wie werden Bitcoin-Unternehmen besteuert?

Benjamin Kirschbaum

Benjamin Kirschbaum

Rechtsanwalt Benjamin Kirschbaum ist an unserem Berliner Standort vor allem in den Bereichen Blockchain und Kryptowährungen sowie im allgemeinen Zivilrecht, im Verwaltungsrecht und im Kirchenrecht/Religionsrecht tätig.

>> Zum Profil

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

WINHELLER-Blog via Newsletter

Abonnieren Sie unsere kostenlosen Newsletter und erhalten Sie regelmäßig die wichtigsten Beiträge aus dem Wirtschafts- und/oder Gemeinnützigkeitsrecht bequem per E-Mail. Wählen Sie einfach Ihren Wunschnewsletter aus. (Pflichtfelder sind mit * markiert).

German Business Law News (4x jährlich)
Nonprofitrecht aktuell (1x im Monat)
Ich möchte den oder die ausgewählten Newsletter abonnieren und erteile zu diesem Zwecke meine Einwilligung in die Verarbeitung meiner oben angegebenen Daten durch WINHELLER. Die „Hinweise zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletter-Abonnements“ habe ich gelesen.
Mir ist bekannt, dass ich meine erteilte Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft durch Betätigung des Abmeldebuttons innerhalb des Newsletters widerrufen kann. *